Schafft die Technik den Guide ab? Teil 2

Beitragsserien: Future guiding

heute geht es um die Sicherheit und Hilfe auf Reisen…

Wetter-Apps greifen, in Verbindung mit GPS im Smartphone, auf aktuelle Wetterdaten zu. Aktuelle Reisewarnungen und Meldungen in Krisenregionen (z.B. Erdbeben) sind eine wichtige Hilfe für Notfallplanungen. Mobile Kommunikation und digitale Fotografie mit dem Handy sind zur Normalität geworden. GPS-Navigation ermöglicht sichere Routenfindung. Weiter unterstützen Analysegeräte erste Hilfe Maßnahmen und Handys sind Notruf- und Ortungsgerät gleichermaßen.

Ergo: Mit Hilfe der immer leichter zu bedienenden und preiswerten Mobiltechnik werden Reisen sicherer und Schwierigkeiten flexibel handhabbar. Voraussetzungen: Erweitertes Reiseleiter-Know-How und technische Affinität.

…und es geht um die Planung und Organisation geführter Reisen…

Alle Reise- und Buchungsdaten, Reiseinformationen und Routenbeschreibungen sind heute online abrufbar. Reservierungssysteme lassen sich von überall auf der Welt bedienen. Vielleicht fehlt manchen Guides das touristische Hintergrundwissen, ihre detaillierten Destinationskenntnisse sind jedoch für Produktmanager ein Segen.

Es gibt immer mehr Beispiele, bei denen Reiseleiter in die Konzeption einzelner Reiseprogramme involviert werden (Insidertouren). Bekäme ein fähiger Reiseleiter nun Zugangsrechte auf die online basierten Systeme, dann könnte er Reiseplanung und Verkauf weitreichend unterstützen und sogar eigene Reisen veranstalten. Denkt man diese Entwicklung weiter, dann wäre es möglich, Reiseleiter in der reisearmen aber planungsintensiven Nebensaison zur Unterstützung ins Büro zu holen. Damit vereint sich Know-How und Marketing und es entstünde eine noch stärke Bindung an das Reiseunternehmen.

Ergo: Die „Technik“ verschafft dem Reiseleiter Freiräume für neue verantwortungsvolle Aufgaben. Das Reiseunternehmen profitiert vom Reiseleiterwissen und kann flexibel auf Arbeitsbelastungen reagieren. Dafür müssen sich alle Akteure für Technik und Vernetzung öffnen. Es braucht manchmal etwas mehr Ver- und Zutrauen. Und dann schafft die Technik den Reiseleiter nicht ab, sondern manifestiert das, was viele schon immer waren: Reiseprofis.